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Klinischer Risiko-Impact-Check

Zweck

Der Klinische Risiko-Impact-Check strukturiert die bewusste Bewertung patientenrelevanter Risiken im Zusammenhang mit digitalen Systemen.

Er verhindert implizite Risikoübernahme und schafft Transparenz in sicherheitskritischen Entscheidungsprozessen.

Leitfrage

Welche patientenrelevanten Risiken entstehen durch dieses System – und wie werden sie bewusst verantwortet?

Strukturelle Wirkung

Der Risiko-Impact-Check:

  • identifiziert systemische Risiken im Verbund
  • trennt technische Störungen von klinischer Relevanz
  • macht Risikoentscheidungen explizit
  • verankert Verantwortungsübernahme auf Führungsebene

Er operationalisiert P5 – Patientensicherheit.

Wann wird es angewendet?

  • Vor Inbetriebnahme neuer Systeme
  • Vor größeren Systemänderungen
  • Bei Release-Planungen
  • Bei Architekturänderungen
  • Bei erkannten systemischen Risiken

Typische Fehlanwendungen

  • Reduktion auf IT-Sicherheitsprüfung
  • Gleichsetzung mit regulatorischer Konformität
  • Reaktive Nutzung erst nach Zwischenfällen
  • Fehlende Dokumentation der Risikoentscheidung

Bezug zu Prinzipien und Domänen

Primärer Bezug:

  • P5 – Patientensicherheit
  • D4 – Risiko & Patientensicherheit

Sekundärer Bezug:

  • P2 – Ganzheitliche Systemverantwortung
  • D2 – Systemarchitektur & Verbundsteuerung